Leitfaden · EU

Passiv in technischen Texten: wann es schadet und wann es passt

Passivkonstruktionen erkennen, die Verantwortlichkeit verstecken, ohne sinnvolle fachliche Passivformen pauschal zu verbieten.

Passiv ist nicht automatisch schlecht. Problematisch wird es, wenn der Leser wissen muss, wer eine Handlung ausführt, freigibt oder prüft und der Satz diese Information verschweigt.

Inhalt zuletzt geprüft: 2026-08-31

Das Wichtigste

  1. 01

    Bei Anweisungen prüfen, ob der handelnde Akteur fehlt.

  2. 02

    Passiv beibehalten, wenn der Prozess oder Zustand wichtiger als der Akteur ist.

  3. 03

    Verantwortlichkeiten in Freigaben und Sicherheitsaktionen explizit machen.

  4. 04

    Satz für Satz nach Bedeutung statt nach einer starren Grammatikregel entscheiden.

Praktischer nächster Schritt

Markieren Sie in einer realen Prozedur alle Passivsätze und ändern Sie nur jene, bei denen das Passiv tatsächlich verschleiert, wer handeln oder prüfen muss.

Häufiger Fehler

Eine Zusammenfassung als Rechtsentscheidung zu behandeln, ohne Rolle, Produkt, Datum und Primärquelle für den eigenen Fall zu prüfen.

Grenzen und Prüfung

Ein Passiv-Detektor bewertet Grammatik, nicht fachliche Angemessenheit. Redaktionelle Entscheidung bleibt notwendig.

Regulatorische Aussagen beruhen auf Primärquellen oder offiziellen Referenzen. Prüfen Sie vor einer Entscheidung immer die aktuell verlinkte Fassung und die für Ihren Fall geltende Rechtslage.

Quellen und Referenzen

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